Herzlich willkommen bei der Johannisloge Pestalozzi Humanitas in Berlin
Warum Freimaurerei?
In einer zunehmend globalisierten und digitalisierten Welt, deren Puls immer schneller zu schlagen scheint, gewinnen persönliche und aufrichtige Begegnungen zwischen Menschen abseits der alltäglichen Hektik an Bedeutung und Wert. Es braucht zwischendurch ein Innehalten, Raum und Zeit für Verbundenheit und Austausch, für Inspiration und neue Kraft. Denn die großen Fragen des Lebens suchen immer wieder neue Antworten: Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Wo ist mein Platz? Was ist der Sinn?
Das sind wir
Die Freimaurerloge Pestalozzi-Humanitas in Berlin verbindet Menschen aus zahlreichen Ländern, mit individuellen Ansichten zu Spiritualität und Glaube, mit unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen, persönlichen Charaktereigenschaften und Neigungen zu einer Bruderschaft, für die nicht diese Unterscheidungen im Zentrum stehen, sondern das Bewusstsein der größten und gleichzeitig geheimnisvollsten Gemeinsamkeit unter ihnen: das Menschsein.
Es ist als große Chance menschlicher Begegnung zu verstehen, dass hier im geschützten Raum der Loge offen und frei gedacht und gesprochen werden kann, dass aktiv zugehört und nicht verurteilt wird. Die Grundlage dafür bieten das Prinzip der Begegnung auf Augenhöhe sowie geübte und praktizierte Toleranz und Nächstenliebe.
Die Loge Pestalozzi-Humanitas wurde 2012 neugegründet und blickt dabei auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurück.
Wir sind uns voller Wertschätzung unserer Tradition bewusst und bemühen uns gleichzeitig nicht die Asche, sondern die Glut zu bewahren, damit Freimaurerei immer in Bezug auf das Heute und mit Blick in die Zukunft gelebt werden kann.
Wir treffen uns einmal wöchentlich zu einem unserer Formate. Neben Vorträgen, Workshops, Gästeabenden und vertraulichen Gesprächen zählen dazu auch unsere Arbeiten im Tempel, bei denen die Rituale nach den alten Gebräuchen jedes Mal neu belebt werden und dadurch ihre besonders tiefgreifende, bewegende und aufbauende Wirkung entfalten können. Selbsterkenntnis, geistige Entfaltung und gelebte freimaurerische Werte stehen hierbei im Fokus.
Als Mitglied der „Großloge der Alten, Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland“ steht bei uns die Humanität im Fokus unserer Arbeiten.
Bei Fragen und weiterführendem Interesse an unserer Loge schreiben Sie uns gerne Ihr Anliegen über unser Kontaktformular.
Ihr Serkan Yorat
Meister vom Stuhl
Loge „Pestalozzi-Humanitas“
Nr. 530, i.O. Berlin
Anspruch und Ziele
Selbsterkenntnis
Tiefsinniges Ritualverständnis und erhebende Ritualführung
Brüderlichkeit und Freundschaft
Kenntnis der Entstehung der Freimaurerei
Reisen und Besuch von Logen im Aus- und Inland
Lebendige Reflektion verschiedenster Lebensthemen
Abwechslung und Vertiefung der Erfahrungen durch verschiedene Formate der Zusammenkunft
Geistige Entfaltung druch Beschäftigung mit verschiedensten Themen
Humanistische Werte üben und leben
Brüderliche Gemeinschaft
Neben den für Freimaurer wesentlichen Tempelarbeiten treffen wir uns regelmäßig zu unterschiedlichen Reihen:
- Pestalozzi-Selbsterkenntnis: Vorträge mit Aussprache;
- Humanitas-Workshop: Wissenserwerb und Austausch über die Freimaurerei;
- Kerzengespräche & „2×5“: formalisierter persönlicher Austausch.
Die Abende lassen wir in lockerer Runde im brüderlichen Gespräch ausklingen.
Alle zwei Monate führen wir einen Abend mit Freunden und Gästen unserer Loge durch, an dem Interessenten uns bei gemeinsam interessierenden Themen kennen lernen können.
Im Herbst genießen wir unser traditionelles „Queso, Pan y Vino“ (Käse, Brot und Wein), im Mai unsere „Maibowle“. Ebenso traditionell ist unser Neujahrsempfang, zu dem unsere Lieblingsmenschen herzlich willkommen sind.
Einmal im Jahr verreisen wir – meist ins Ausland – und besuchen dortige Logen. Hier spüren wir die Weltbruderkette besonders deutlich und pflegen diese.
Tempelarbeit & Ritual
Die Tempelarbeit ist der Rahmen, in der sich das rituelle Leben der Freimaurerei ereignet. In festgelegter Form folgen Wechselgespräche, Zeichen, Reden, Gesang und szenische Darstellungen. Ziel ist die eigene Humanisierung als Voraussetzung für die Gestaltung einer humaneren Welt. Schritte hierzu sind: Selbsterkenntnis, Sozialkompetenz und das Bewusstsein der eigenen Endlichkeit. Ausgangspunkt ist die Einsicht in die irdische Unvollkommenheit. Diese Handlung heißt bewusst „Arbeit“.
Im Ritual symbolisieren wir die Vervollkommnung einzelner Bausteine, damit sie sich in einen gemeinsamen Bau einfügen können. Dies taten schon die mittelalterlichen Steinmetze, wenn sie Natursteine für einen Dombau bearbeiteten und dabei kunstvoll die Charakteristika de einzelnen Steine berücksichtigten. Hierbei setzen die drei Grade des Freimaurers – Lehrling, Geselle und Meister – unterschiedliche Akzente, die aufeinander aufbauen.
Geschichte der Loge
Heute steht die Loge auf einem soliden Fundament und ist ein lebendiger Ort, der von den Brüdern aktiv gestaltet und mit Leben gefüllt wird.
Die Geschichte als Timeline
Die Logen „Humanitas“ und „Pestalozzi“ werden 1892 bzw. 1893 gegründet und gehören zuerst einer nicht offiziell anerkannten humanistischen Großloge an. Im Unterschied zu den staatlich genehmigten Logen in Preußen nehmen sie auch Nicht-Christen auf.
1897 wechseln beide Logen unter den Namen „Humanitas“ und „Pestalozzi zur Wahrheit“ zur Großen Freimaurerloge von Preussen (der „Settegast-Großloge“).
Beide Logen werden als Tochterlogen der liberalen „Großloge von Hamburg“ neu und regulär gegründet. Dieser Tag gilt seither als das offizielle Datum ihrer Lichteinbringung. Der Grundsatz der religionsübergreifenden Mitgliedschaft bleibt bestehen.
In den 1920er und frühen 1930er Jahren liegt die Blütezeit beider Logen. Sie weisen jeweils deutlich mehr als 100 Mitglieder auf. Der Schwerpunkt der Berufe liegt bei Kaufleuten, Angestellten, Selbständigen und Künstlern.
Beide Logen löschen die Lichter (lösen sich auf). Es gibt keine Versuche eines Arrangements mit den Nationalsozialisten. Den Brüdern ist schnell bewusst, dass freimaurerische Arbeit im III. Reich nicht mehr möglich ist.
Reaktivierung beider Logen; sie finden aber, wie die meisten anderen Logen, nicht wieder zu ihrer alten Stärke zurück. Anschluss an die humanitäre „Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland“ (AFAM).
Zusammenschluss zur vereinigten Loge „Pestalozzi-Humanitas“.
Wegen innerer Unstimmigkeiten wird die Loge „Pestalozzi-Humanitas“ von der Großloge AFAM für freimaurerisch ruhend erklärt; der eingetragene Verein bleibt bestehen.
Verstärkt durch erfahrene Meistermaurer anderer Logen gelingt der Neustart. Die Freimaurerloge „Pestalozzi-Humanitas“ wird unter ihrer alten Matrikelnummer 530 erneut in die Großloge AFAM aufgenommen, das Licht wird wieder eingebracht.
Die besondere Qualität des brüderlichen Klimas in unserer Loge resultiert aus einem intensiven Gefühl der Verbundenheit. Freiwillig und selbstbestimmt bringen sich die Brüder in unser Logenleben ein und gestalten es aktiv mit.
Freimaurer werden
Freimaurerei ist ein Lebens- und Freundschaftsbund
Aus diesem Grunde wird der Aufnahmeprozess achtsam und mit offenem Ausgang für beide Seiten beschritten. Die Mitgliedschaft ist als lebenslanger Bund ausgelegt und aus zuvor Fremden sollen Brüder und später Freunde werden. Da muss der Bewerber zur Loge passen und umgekehrt.
Mit Ihrer Anfrage starten Sie einen arbeitsintensiven Prozess in den Logen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst und achten Sie darauf, dass Ihre Angaben ausführlich und wahrheitsgemäß sind. Aufrichtigkeit ist die Basis aller Begegnungen in der Loge. Auch über Ihre Beweggründe sollten Sie sich eingehend Gedanken machen. Freimaurer werden bedeutet Arbeit an sich selbst und der Gesellschaft zu leisten. Fangen Sie schon bei der Anfrage damit an.
Wer kann Freimaurer werden und wer nicht?
Den Alten Pflichten zufolge kann traditionell jeder “freie Mann von gutem Ruf” sich einer Loge anschließen. Die Bedeutung hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert. Heute versteht man darunter einen Mann mit einem ordentlichen Ruf, der willens und in der Lage ist, seine Entscheidungen frei zu treffen und sein Leben selbst zu bestimmen.
Entgegen anderslautender Vorbehalte muss man weder Akademiker noch wohlhabend sein, menschliche Werte sind weit wichtiger. Gleichwohl suchen die Logen nach Männern, die selbstbestimmt ihr Leben meistern und in stabilen Verhältnissen leben. Das bedeutet eben auch, dass man neben dem Lebensunterhalt die Verpflichtungen in der Loge tragen können muss.
No-Gos
Wer hofft, über die Bruderschaft finanzielle, menschliche, gesellschaftliche, berufliche oder andere Probleme lösen zu können, ist in der Freimaurerei falsch; ebenso derjenige, der sich über die Freimaurerei berufliche oder gesellschaftliche Vorteile erhofft. Logen sind keine Selbsthilfegruppen und keine Karriereschmieden. Angelehnt an einen uralten Satz will die Freimaurerei “gute Männer besser machen”.
Mindestalter 18 Jahre
Wir freuen uns sehr über den deutlichen Zuspruch von jungen Männern. Das Mindestalter für die Kontaktaufnahme liegt bei 18 Jahren, das Aufnahmealter höher. Die Logen handhaben dies sehr unterschiedlich, fragen Sie einfach nach.
Noch immer ausgeschlossen aus der „klassischen Freimaurerei“ sind Frauen. Interessierten Damen ist der Weg in die Freimaurerei indessen nicht verwehrt. Wir möchten die Damen bitten, sich direkt an die Frauen-Großloge von Deutschland zu wenden.
So geht es weiter
Bei Interesse nimmt der Meister vom Stuhl der Loge, der Sekretär oder gegebenenfalls ein Gästebeauftragter mit Ihnen Kontakt auf. Alles Weitere erfahren Sie dann.
Wir bitten um etwas Geduld. Es kann bis zu mehreren Wochen dauern, bis ein Kontakt zustande kommt. Wenn Sie dies akzeptieren, können Sie jetzt Ihre unverbindliche Kontakt- und Mitgliedschaftsanfrage starten.